Man presst eine Zitrone aus, fängt den Saft auf … und die Kerne landen fast immer im Müll. Dabei haben diese kleinen Samen so einiges zu bieten. Dank einfacher, altbewährter Methoden – im besten Sinne des Wortes – können sie sich zu echten Alltagshelfern entwickeln, von der Küche bis zum Balkon. Und das Beste daran? Man muss weder Gartenprofi noch Heimwerker sein: Ein paar Minuten genügen, um ihnen ein zweites Leben ohne Abfall zu schenken.
Einen Zitronenbaum aus Samen ziehen

Das ist der lohnendste Trick. Spülen Sie die Samen ab, entfernen Sie sorgfältig alle Fruchtfleischreste und legen Sie sie dann in ein leicht feuchtes (aber nicht nasses) Papiertuch. Schieben Sie das Tuch in einen verschlossenen Behälter und stellen Sie ihn ein bis zwei Wochen lang warm. Sobald sich kleine Wurzeln gebildet haben, pflanzen Sie die Samen in einen Topf mit lockerer Blumenerde und halten Sie die Erde leicht feucht. Auch wenn die Fruchtbildung nicht garantiert ist, ist der Zitronenbaum ein wunderschöner Zierbaum für drinnen.
Verbessern Sie Ihren Kompost oder Ihre Blumenerde
Trocknen Sie die Samen, zerstoßen Sie sie grob und geben Sie sie dann zum Kompost oder mischen Sie sie direkt in die Erde. Sie verrotten nach und nach und reichern den Boden mit organischem Material an. Tipp: Geben Sie die Samen lieber in kleinen Mengen über mehrere Wochen verteilt hinzu, anstatt eine große Menge auf einmal.
Stellen Sie ein kleines natürliches Abwehrmittel her.

In Schränken, in der Nähe von Fensterbänken oder um bestimmte Blumentöpfe herum können ein paar trockene Samen die Gegend für unerwünschte Schädlinge wie Ameisen unattraktiver machen. Es ist kein Wundermittel, aber eine sanfte Hilfe, insbesondere in Kombination mit regelmäßiger Reinigung dieser Bereiche.
Kühlschrank im Zero-Waste-Modus desodorieren
Sobald die Samen vollständig getrocknet sind, legen Sie sie in eine kleine Schüssel oder ein offenes Glas und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Sie können helfen, alltägliche Gerüche zu reduzieren. Denken Sie daran, sie alle ein bis zwei Wochen auszutauschen, damit sie frisch bleiben.
Stelle ein sehr mildes, selbstgemachtes Peeling her.
Die vollständig getrockneten Samen können in einem Mörser oder mit einem kleinen Mixer zu feinem Pulver vermahlen werden. Dieses wird mit einer einfachen Basis wie Honig, Naturjoghurt oder Pflanzenöl vermischt. Vorher sollte die Mischung immer an einer kleinen Hautstelle getestet und sanft einmassiert werden: Ziel ist ein sanftes Peeling, nicht Hautreizungen.
Führen Sie eine leichte Haarspülung durch.

Einige Samen in Wasser leicht köcheln lassen, abkühlen lassen und anschließend gründlich abseihen. Dieses Wasser nach dem Shampoonieren als letzte Spülung verwenden. Auch wenn keine Wunder zu erwarten sind, wird dieser einfache Schritt wegen des erfrischenden Gefühls auf der Kopfhaut geschätzt.
