Akne, Ekzeme, Narben… Diese sichtbaren Hautmerkmale verbergen oft tieferliegende Verletzungen. Hinter Hautproblemen verbergen sich manchmal Angstzustände, mangelndes Selbstvertrauen oder sogar Depressionen. Am Weltdepressionstag wollen wir dieses oft übersehene Phänomen genauer betrachten.
Akne, Ekzeme , Psoriasis oder Neurodermitis … Fast zwei Milliarden Menschen weltweit leiden an einer Hauterkrankung . Neben den ästhetischen Beeinträchtigungen und dem damit verbundenen Unbehagen können diese Hauterkrankungen zu tiefem Leidensdruck führen und das Selbstbild und das Selbstvertrauen stark beeinträchtigen. Bei manchen Betroffenen kann dies sogar Depressionen auslösen. In der La Roche-Posay-Dokumentation „Narben des Lebens“ geht der Psychodermatologe Dr. Anthony Bewley sogar so weit zu sagen: „5 % unserer Patienten haben Suizidgedanken. Das ist alarmierend.“
Ein Teufelskreis, der gefährlich für die psychische Gesundheit ist
In der Dokumentation enthüllt die Studentin Angie, dass sie aufgrund ihres Ekzems und der damit verbundenen Isolation an Selbstmord dachte. Ihre Träume von einer Karriere als Visagistin wurden dadurch beeinträchtigt, da ihre Haut die Produkte nicht vertrug. Auch ihr Privatleben litt darunter. Sie fühlte sich ihren Eltern zur Last, die für ihre Behandlung aufkommen mussten. „Ich wollte gar keine Kinder mehr haben, aus Angst, dass sie dieselbe Krankheit bekommen und dasselbe durchmachen müssten wie ich“, vertraut sie an.
Und diese junge Frau ist kein Einzelfall. Die europäische Studie „Die psychische Belastung durch Hautkrankheiten“, veröffentlicht im „Journal of Investigative Dermatology“ und durchgeführt in 13 Ländern, ergab, dass 10,1 % der Hautpatienten an klinischer Depression litten, verglichen mit 4,3 % in der Allgemeinbevölkerung. Darüber hinaus äußerten 12,7 % der Hautpatienten Suizidgedanken – eine höhere Rate als bei Patienten anderer medizinischer Fachrichtungen. Diese Ergebnisse sind alarmierend, da sie einen Teufelskreis verstärken: Je mehr Stress und Angstzustände zunehmen, desto schlimmer werden die Hautsymptome und umgekehrt.
Um diesen Situationen entgegenzuwirken, ist ein ganzheitlicher Ansatz bei dermatologischen Problemen unerlässlich: die Kombination von Terminen beim Dermatologen (und den darauffolgenden Behandlungen) mit psychologischer Unterstützung. Anders ausgedrückt: die Pflege der Haut, aber auch der psychischen Gesundheit. Dies kann helfen, den Teufelskreis zwischen Hautsymptomen und diesem tiefen Unbehagen zu durchbrechen.
