Eine Baustelle im Stillstand, gefangen zwischen Projektmanagementproblemen und Versicherungsverzögerungen.
Für seine Familie ist diese Verzögerung alles andere als normal. Patrice Marie, der Schwiegersohn von Émile Desdoits, betont, dass alles versichert sei und die bisher geleisteten Arbeiten zufriedenstellend aussähen. Er findet die Verzögerung schlichtweg viel zu lang und wiederholt, dass die Renovierung eines Hauses wie dem seines Schwiegervaters seiner Meinung nach maximal zwölf Monate dauern sollte.
Der von der Familie beschuldigte Projektleiter des Unternehmens aus Orne zeigt sich verärgert über die Vorwürfe. Er verteidigt seine Arbeit und hebt die administrativen und technischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Unglück hervor: „Ich habe von Herrn Desdoits kein Honorar verlangt. Ich arbeite samstags und sonntags; ich habe entsprechende Nachrichten. Wir tun alles, was in unserer Macht steht. Es gab aber bereits Verzögerungen, die wir aufgrund der Asbestsanierung und der Versicherungsangelegenheiten beheben mussten. Diese Zeit kann ich bei den eigentlichen Arbeiten nicht aufholen, da ich sicherstelle, dass alles ordnungsgemäß ausgeführt wird und die Handwerker alle Vorschriften einhalten. Qualität braucht Zeit“, erklärt er. Er gibt an, einen säumigen Handwerker ersetzen zu müssen und beteuert, in diesem für sein Unternehmen beispiellosen Fall sein Möglichstes zu tun.
