Emilia-Sturm: Zeitlicher Ablauf, betroffene Gebiete und Entwicklung
Laut Yann Amice sagen die Modelle voraus, dass ab Montagmorgen in Westfrankreich leichter Regen fallen wird, während an der Mittelmeerküste am Montagmorgen anhaltender Regen einsetzt. Er fügt hinzu: „Dieser Regen wird durch die südöstliche Strömung begünstigt und fällt besonders stark an exponierten Hängen (korsische Berge, Mittelmeerhinterland).“ Die Niederschlagsmengen könnten schnell beträchtlich werden: „Die erwarteten Mengen sind beträchtlich: 100 bis 140 mm sind möglich, insbesondere in der östlichen Ebene Korsikas und in den Gebieten rund um das Mittelmeer, die der südöstlichen Strömung am stärksten ausgesetzt sind.“ Er merkt an: „Örtlich müssen erhebliche Niederschlagsintensitäten beobachtet werden, aber das Tiefdruckgebiet zieht im Gegensatz zu Ostkorsika, das länger der südöstlichen Strömung ausgesetzt ist und daher höhere Niederschlagsmengen aufweist, recht schnell von der Mittelmeerküste weg.“
In Küstennähe und über Korsika sind weiterhin Gewitter möglich , die zu schnellem Oberflächenabfluss und Überschwemmungen kleiner Bäche führen können:
- Kontinentaler Südosten und Mittelmeerküste : Starkregen, anhaltender Wind, örtlich auftretende Gewitter.
- Cevennen und mediterranes Hinterland: hohe Niederschlagsmengen, Überschwemmungsgefahr.
- Ostkorsika: anhaltende und sehr starke Regenfälle, erhöhte Wachsamkeit hinsichtlich Überschwemmungen.
Von Dienstagabend bis Mittwoch sollte sich das Niederschlagsmuster durch die Verlagerung des Tiefdrucktrogs allmählich auflösen, was zu einer Abnahme der Niederschläge führen wird. Der Meteorologe erwartet anschließend eine Übergangsphase bis Donnerstag, den 18. Dezember, bevor sich erneut ein Tiefdrucktrog über dem westlichen Atlantik bildet und sich das gleiche Muster im Südosten wiederholt. Météo-France prognostiziert keinen Kälteeinbruch vor Jahresende, sondern lediglich einen leichten Temperaturrückgang zwischen dem 22. und 28. Dezember. Die größte Sorge im Zusammenhang mit Sturm Emilia für Frankreich bleibt daher der starke Regen im Südosten. Es ist wichtig, die offiziellen Wetterwarnungen und die Lage der Flüsse und Bäche im Auge zu behalten.
