Träumen Sie davon, einen Zitronenbaum zu Hause zu ziehen, finden aber die traditionellen Methoden kompliziert, zeitaufwendig oder entmutigend? Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein. Angesichts widersprüchlicher Ratschläge und manchmal einschüchternder Ausrüstung geben viele auf, bevor sie überhaupt anfangen. Was wäre, wenn die Lösung viel einfacher, fast spielerisch und direkt vor Ihrer Haustür läge … in Ihrer eigenen Küche?
Warum ist die Vermehrung eines Zitronenbaums durch Stecklinge so reizvoll?

Einen jungen Baum im Gartencenter zu kaufen ist zwar praktisch, aber die Vermehrung durch Stecklinge hat ihren ganz eigenen Reiz. Zum einen, weil man so einen geliebten Zitronenbaum, vielleicht den eines Freundes oder einen besonders ertragreichen, naturgetreu vermehren kann. Zum anderen, weil es sparsam und lohnend ist. Die ersten Wurzeln zu sehen, ist ein bisschen so, als würde man auf Anhieb eine perfekte Mayonnaise zubereiten: ein echter Grund zum Stolz.
Die notwendige Ausrüstung, so einfach wie möglich.
Gute Nachricht: Sie brauchen keine teure Ausrüstung. Diese Methode kommt mit leicht erhältlichen Materialien aus. Eine 2-Liter-Plastikflasche dient als Mini-Gewächshaus, Gartensand oder gut durchlässige Blumenerde schaffen ein geeignetes Klima, und ein paar gesunde Stecklinge genügen. Außerdem benötigen Sie eine saubere, desinfizierte Gartenschere , etwas Schnur oder Gummibänder und eine Sprühflasche , um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren: Schon kann es losgehen.
Auswahl und Vorbereitung Ihrer Zitronenbaumstecklinge
Alles beginnt mit der Wahl der Branche.
- Nehmen Sie kräftige, halbverholzte Stängel von etwa 15 bis 20 cm Länge mit mehreren Knoten.
- Schneiden Sie die Pflanze direkt unterhalb eines Knotens sauber ab und entfernen Sie die unteren Blätter, sodass sie den Boden nicht berühren. Manche Gärtner verwenden ein Bewurzelungspulver, um die Wurzelbildung anzuregen, dies ist jedoch nicht notwendig: Unter guten Bedingungen wurzelt die Pflanze von selbst.
Die Plastikflasche, dein unerwarteter Verbündeter
Hier zeigt sich die besondere Raffinesse der Methode.
- Nehmen Sie eine saubere Flasche und schneiden Sie kleine, kreuzförmige Öffnungen in die Seiten. Durch diese Einkerbungen können Sie die Stecklinge einführen und sie dabei aufrecht halten.
- Als Nächstes füllt man die Flasche mit leicht angefeuchtetem Sand oder Blumenerde und setzt dann jeden Steckling vorsichtig in eine Öffnung ein, wobei darauf geachtet werden muss, dass mindestens ein Knoten bedeckt ist.
Das System ist einfach und sehr effektiv.
Erzeugen Sie einen Treibhauseffekt, um die Wurzelentwicklung zu fördern.
Um den Stecklingen optimale Bedingungen zu bieten, decken Sie die Flaschenöffnung mit Frischhaltefolie oder einem durchsichtigen Plastikbeutel ab und fixieren Sie diesen mit Gummibändern. So bleibt die Feuchtigkeit erhalten und ein stabiles Mikroklima entsteht. Stellen Sie die Flasche an einen hellen Ort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung, zum Beispiel in die Nähe eines Ost- oder Westfensters.
